Review 2012

CSR Circle am 22. November: Macht & Ohnmacht der Medien

CSR Circle am 22. November: Macht & Ohnmacht der Medien

"Blood, Sex und Crime" - das sind die Zutaten für erfolgreiche Zeitungen und TV-Formate. Ist "CSR" dazu das Salz oder Haar in der Suppe? Inwieweit passt CSR in das mediale Rezept?
 
Die Medienbranche befindet sich im Umbruch. Gratiszeitungen, Internet und Social Media bringen die altgedienten Geschäftsmodelle ins Wanken. Die Verlage kämpfen um Abonnent/innen und Werbekunden. Journalisten werden gekündigt und Zeitungen zusammengelegt, um die Kosten zu reduzieren. Was bedeuten diese Entwicklungen für die Zukunft von unabhängiger Information? Wer will, wer braucht Qualitätsjournalismus überhaupt? Können Twitter und facebook die Rolle der Medien etwa besser übernehmen? Haben Informationen über CSR und Nachhaltigkeit in diesem Rahmen noch Platz? Und wenn ja, welche Rolle spielen sie?

Unter der Moderation von Cornelia Dankl und Reinhard Herok diskutierten

  • Mag. Johannes Kaup, Journalist und Moderator ORF/Ö1
  • Mark Perry, Journalist der Kronen Zeitung, Buchautor
  • Mag.a Barbara Eppensteiner, Programmindentantin OKTO TV
  • Roswitha Reisinger, MBA, LEBENSART / BUSINESSART
Cornelia Dankl

17. Oktober: "Nicht schon wieder dieses ewige Frauenthema!"

17. Oktober: "Nicht schon wieder dieses ewige Frauenthema!"

"Ist die Zukunft weiblich? "Besteht noch Interesse an Themen wie "Frauenquote", "Männerkarenz", "Gender Mainstreaming"? Offen gesagt: Uns gehen die jahrelangen endlosen Diskussionen inzwischen oft auf die Nerven. Aber gerade deshalb widmen wir einen Abend dem ach! so anstrengenden Frauenthema und werden -wie sollte es anders sein- ebenso viel auch über die Situation der Männer in Österreich sprechen. Wir wollen wissen, was läuft gut im Land der Berge? Und wo haben wir eher den erschreckenden Blick ins finstere Tal?

- mit diesen provokanten Thesen eröffnenten Cornelia Dankl und Sandra Majewski di Podiumsdiskussion und erörterten, wie sich die Businesswelt für die Frauen verändert hat, wo die Männer in ihren neuen Rollen stehen und wo in diesem Kontext die Kernfragen für CSR liegen. Internationale Vergleiche dienten als geschlechtergerechte Karotte.

Bilder von der Veranstaltung finden sie hier: [LINK zur Fotogalerie]

28. Juni: Next Generation: Wie die Jungen Öko-Business machen!

28. Juni: Next Generation: Wie die Jungen Öko-Business machen!

Wiederum „Full house“: Moderiert von Cornelia Dankl, Obfrau des CSR-Circles und Sandra Majewski, stv. Obfrau diskutierten

  • Doris Rittberger, Geschäftsführerin WildUrb (rittberger+knapp og),
  • Mag. Bettina Steinbrugger, Mitbegründerin erdbeerwoche Ges.b.R.,
  • DI Johannes Kisser, geschäftsführender Gesellschafter alchemia-nova,
  • Laura Ebenberger, Geschäftsführerin ebenBERG 
  • Matthias Reisinger, Mitbegründer Hub Vienna.

Ausschlaggebende Idee zu dieser Einladung lieferte Cornela Dankl, CSR-Beauftrage der BONUS und Concisa, die den weltweit ersten Cradle to Cradle produzierten Nachhaltigkeitsbericht herausgegeben haben. Wie "die jungen Wilden" mit Nachhaltigkeit Geld verdienen und wie sie mit den Herausforderungen umgehen, lesen sie in den Statements.

„EM-Semifinale und Hitzewelle – das sind eigentlich keine guten Voraussetzungen für eine ernste Diskussionsrunde“, leitete Dankl die Runde ein, „umso mehr freue ich mich über den vollen Saal“.
Wobei Majewski als „leidenschaftliche Fussballerin“ den „rechtzeitigen Schlusspfiff“ garantierte und zügig in die Fragerunde startete: „Öko-Fetzen, Stadt-Nomaden, anti-aging Produkte und Bücher die wir bedenkenlos den Kompost werfen können. Tampons und Öko-Frauenhygiene und ein Ort mit vielen vielen Arbeitsplätzen, die die Welt verändern sollen? Schräge Ideen, nachhaltig umgesetzt und noch dazu gewinnbringend? Erzählt!“

Doris Rittberger von WILD URB
„Wir sind eine Fussgehercommunity und motivieren Menschen tatsächlich dazu zu gehen, neue Wege zu gehen, gehen auch ohne Ziel. Einfach, damit was weitergeht. Und wie man mit „zu Fuß gehen“ Geld verdient? Als Verlag. Unsere (zwei, Anm.) Bücher liegen auf Platz 2 und 4 der Thalia Bestsellerliste: „Wien geht“ und „Wien geht Gassi“, im Frühjahre 2013 kommt ein Kindergehbuch dazu. Uns geht’s tatsächlich gut!“
www.wildurb.at

Bettina Steinbrugger von „Erdbeerwoche“
setzt auf ökologische Frauenhygiene, Tampons und Binden. „Erdbeerwoche“ als Synonym für die Menstruationstage, der Name hat dazu einen „positiven Touch. Die Produkte sind 100% bio- und ökologisch – ohne Chemie und Kunststoff, abbaubar oder sogar wiederverwendbar. Steinbrugger setzt auf den Onlineshop, das Ziel ist natürlich auch der kommerzielle Handel.
„10- bis 17000 solcher Produkte werden im weiblichen Lebenszyklus verwendet. Das ist die Basis für ein kontinuierlich solides Geschäftsmodell, da es ja keine Modeartikel sind. Wir setzen dazu noch extra auf Umwelt- und Körperbewusstsein. Next Step: Vom Onlineshop ins Warenregal!“ zeigt sich Steinbrugger zuversichtlich.
www.erdbeerwoche.com

Laura Ebenberger, ebenBERG
„Jeder Mensch braucht Kleidung, manche lieben sie sogar – und ich biete Fashion, Shoppingfeeling und nachhaltige Produkte an. Gerade bei Kleidung entsteht ja eine irrsinnig lange Produktionskette … Rohstoff, Färberei, Verarbeitung, Vertrieb, Verkauf. Da gibt’s große Lücken in der Nachhaltigkeit, auch wenn zum Beispiel der Rohstoff „bio“ ist. Ich achte auf eine „lückenlose“ Kette. Stammkundschaft, aber auch viele spontane Shopper. Als Kleinunternehmerin habe ich natürlich genauso zu kämpfen wie alle anderen auch. Da ist leider kein Unterschied.“
www.ebenberg.at

Matthias Reisinger, Mitbegründer vom HUB
„HUB ist ein Raum für Menschen, die innovative Ideen zu allen Bereichen haben: von der Mode bis zur Integration, von der Konzeption bis zur Umsetzung. Wir sind ein Thinktank mit 230 Mitgliedern, finanziert durch Mitgliedsbeiträge. Spenden oder Sponsoring sind kein Thema. Wir vernetzten Investoren und Kreative aus allen gesellschaftlichen Bereichen, wobei immer der nachhaltige Aspekt gegeben sein muss. HUB ist ein globales Netzwerk mit 4000 Mitgliedern auf 5 Kontinenten.“
www.vienna.the-hub.net

Johannes Kisser, Alchemia Nova,
Forschungsinstitut für innovative Phytochemie & Kreislaufwirtschaft.
„Konkret beschäftigen wir uns mit Forschung im pflanzlichen Bereich. Wissen zu generieren ist relativ leicht, aber bis zur Umsetzung ist es ein langer und ausdauernder Weg. Von Biosackerl bis hin zu Anti-aging Kosmetika und Erfinder von „craddle to craddle“ - keine Schadstoffminimierung, sondern eine Kreislaufwirtschaft ohne Abfall, die sich rechnet. Wir finanzieren und durch Forschungsförderungen und internationale Projektarbeit, Österreich und die EU bieten hier wirklich sehr gute Strukturen; wesentlich bessere, als man vielleicht vermutet.“
www.alchemia-nova.net

So verschieden die Branchen und Tätigkeitsfelder auch waren, unisono war man bei den Grundsätzen und auch zum Thema „Scheitern“: Das jeweilige Businessmodell muss stimmen, detto die Finanzplanung. Ein „nachhaltiges Unternehmen“ kann natürlich genauso scheitern wie eine „normales“. Man muss genauso die Buchhaltung führen - der einzige Unterschied: Man macht es mit Freude, gutem Gewissen und das gibt dem ganzen noch zusätzlich wertvollen Sinn!

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24. Mai 2012: Nachhaltiges Investment

24. Mai 2012: Nachhaltiges Investment

Wiederum „Full house“ der Podiumsdiskussion des CSR-Circle im DSCHUNGEL WIEN.  Moderiert von Cornelia Dankl, Obfrau des CSR-Circles und Roswitha Reisinger vom Magazin „Lebensart“ diskutierten Karin Kisling / Kontrapunkt GmbH, Petra Träg / SOS-Kinderdorf-Stiftung, Peter Deutsch / Vorstandsvorsitzender der BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft, Reinhard Friesenbichler / rfu und Richard Lernbass / Software-systems.at Finanzdatenservice GmbH die Frage,
„Was ist „nachhaltiges Investment?“ und lässt sich mit umweltfreundlichen und sozialverträglichen Finanzierungen tatsächlich Geld verdienen?
Mehr als 100 EntscheidungsträgerInnen und Interessierte aus Wirtschaft, CSR und der österreichischen Nachhaltigkeitsszene folgten der Einladung des CSR-Circles.
:
Karin Kisling forderte: „Staatliche Strukturen genau unter die Lupe nehmen!“
Wir von Kontrapunkt unterstützen institutionelle Investoren, wobei wir besonders Nachhaltigkeit als wesentlichen Performance-Treiber verwenden. Nachhaltigkeit betrifft uns alle und beginnt beim Bürger. So stellen wir die Gewährleistung der Menschenrechte in den Mittelpunkt, was wir in einem demokratisch organisierten Rechtsstaat am effektivsten umgesetzt sehen. Ein Staat muss dafür aber auch adäquate Rahmenbedingungen schaffen. Die Eurokrise führt uns nun deutlich vor Augen, welche Verantwortung und Gestaltungskraft der Staat hat, aber auch wie verwundbar er ist Die Analyse der Nachhaltigkeit von Staaten hat sicher eine noch direktere Auswirkung auf Qualität eines Portefeuilles, als die heute übliche bei Unternehmen.“

Petra Träg, SOS-Kinderdorf „Negativ formuliert zum positiven Nenner!
Unsere Kernkompetenz liegt nun einmal in der Arbeit mit Kindern, die wiederum stark von Spendenaufkommen abhängig ist. Fallen diese einmal aus, können wir ja nicht die Kinder auf die Straße setzen. Daher investieren wir mit einer Stiftung in nachhaltige Veranlagungen, deren Erträge in die Arbeit mit Kindern fließen müssen. Wobei wir hier trotz intensiver Bemühungen kein positive Formulierung finden konnten, sondern mittels Ausschlusskriterien wie „keine Rüstungsunternehmen, keine Pornographie usw... die Richtlinien erarbeitet haben, um eben auf „nachhaltig, sozial, sicher und umweltfreundlich“ zu kommen.

Peter Deutsch, BONUS Pensionskassen AG: Konsumenten werden viel sensibler!
Die Bonus als Pensionskasse ist ja schon sehr früh, seit 1998 nachhaltig orientiert. Im Vorsorgekassenbereich sind in Österreich bereits sieben von den zehn ÖGUT zertifiziert. Nachhaltige Veranlagung bedeutet für uns neben ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien vor allem sicher, transparent – aber immer mit betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Das klingt in Hinblick auf das wilde Auf und Ab an den Tagesbörsen langweilig, aber „zocken“ und „Verantwortung“ gehen einfach nicht zusammen. Zu meiner Freude werden Kunden immer sensibler und fragen genau nach, wie wir veranlagen.

Reinhard Friesenbichler, rfu: Alle Chancen & Risiken, aber langfristig positiv!
Nachhaltiges Investment hat keine Ertragsnachteile, sondern wirkt langfristig positiv auf Performance, Risiko und Zufriedenheit, vor allem aber Identifikation der Anleger. Wobei nachhaltiges Investment bereits eine sehr breite Palette abdeckt, die an Chancen, Risiken und Erträgen, aber auch möglichen Verlusten den traditionellen Investmentmöglichkeiten kaum nachsteht. Allerdings steht langfristiges Denken absolut im Vordergrund.

Richard Lernbass, Software-systems.at: Transparenz, Transparenz, Transparenz!
Aus dem Blickwinkel eines Finanzdatendienstleisters geht es beim Thema Nachhaltigkeit vor allem um Transparenz. Die Banken als Dienstleister ihrer Kunden tragen derzeit  nicht viel dazu bei. Das bedeutet, dass Anleger selbst genau nachfragen sollen, was mit ihrem Geld nun geschieht, was genau sich hinter einem gut klingenden Fond verbirgt. Das schon einmal ein wichtiger Teil, der verantwortungsvolles Investieren ausmacht.

Nachdem in Österreich rund 99% der nachhaltiger Veranlagung institutionell und nur 1% von privaten Anlegern getätigt werden, sahen alle DiskutantInnen hier sehr große Chancen.

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CSR-Circle 19. April: "Gütesiegel zwischen Orientierung und Verwirrung"

CSR-Circle 19. April: "Gütesiegel zwischen Orientierung und Verwirrung"

Gütesiegel gibt es viele. Doch was taugen sie? Was steckt dahinter? Stehen aufwändige Prüfungsverfahren im Labor oder doch nur simple Zertifizierung vom Schreibtisch aus dahinter. Ein grünes Logo allein ist weder umweltfreundlich noch nachhaltig. Und was hilft es, wenn eine Sache zertifiziert ist, die Masse aber nicht? 

Wo liegt die Sinnhaftigkeit nationaler Gütesiegel im internationalen Wettbewerb und bei globalen Produktionsketten? Und hilft es den KonsumentInnen tatsächlich, wenn Gütesiegel einen Boom erleben? Ob es einen Weg durch das Dickicht des Gütesiegeldschungels gibt, diskutierten am 19. April unter der Leitung von Roswitha Reisinger, Geschäftsführerin LEBENSART, und Sandra Majewski, Geschäftsführerin no.sugar marketing pr,

  • DI Andreas Tschulik, Lebensministerium, Abteilungsleiter „Betrieblicher Umweltschutz und Technologie“, verantwortlich für das Österr. Umweltzeichen und EMAS.
  • Mag. Horst Ebner, Oekostrom, Geschäftsführer.
  • Mag.a Anna Theil-Gangl, SGS Austria Controll-Co GesmbH, Consumer Testing Services, Vice President, Europe, Africa, Middle East.
  • Mag.a Elisabeth Tangl, Umweltberatung, Leiterin Kommunikation.
  • Mag. Hartwig Kirner, fairtrade, Geschäftsführer.

Im Anschluss an die Diskussion ging´s weiter mit dem

Marktplatz der Gütesiegel:

AMA-Biosiegel: Mag.a Barbara Köcher-Schulz, Leiterin AMA-Biosiegel

BIO AUSTRIA: Eva Straka, Pressesprecherin/Öffentlichkeitsarbeit

Energie Klima:aktiv: Mag. Stephan Fickl, Leiter klima:aktiv, Mag. Alexander Rehbogen und Mag. Edith Hauth

Tourcert: Mag.(FH) Andreas Zotz, Projektkoordinator Nachhaltige Tourismusentwicklung & Gutachter TourCert

Green Brands: Norbert Lux, COO von Green Brands

und Infos gab´s von fairtrade, Umweltberatung, MSC, FSC, Cradle to Cradle, GRI und Global Compact
 
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26. Jänner 2012: Kultur und Nachhaltigkeit: Wieviel CSR steckt in der Kultur?

26. Jänner 2012: Kultur und Nachhaltigkeit: Wieviel CSR steckt in der Kultur?

Der Auftakt für das CSR-Jahr 2012 war spannend. Was haben "Kultur" und "CSR" gemeinsam und wie lassen sich diese Bereiche schließlich unter einen Firmenhut bringen? Und zwar so, dass es Sinn macht? Vielleicht ist CSR auch etwas mehr als "Unternehmenskultur" ...

Unter der Moderation von Michael Roither (Internationales Journalismus Zentrum der Donau-Universität Krems) wurden u.a. folgende Fragen erörtert:

  • Kultureinrichtungen sind Träger eines gesellschaftlichen Wandels – in wie weit ist das tatsächlich wahrnehmbar? Welche gesellschaftliche Ausrichtungen sind gemeint?
  • Sind Kultureinrichtungen Nutznießer von CSR?
  • Kultureinrichtungen mit ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung als Träger von CSR – ist diese bewusst?
  • Wie soll CSR im Kulturbereich optimalerweise aussehen?

Diese und viele andere Fragen diskutierten:

  • Stephan Rabl, Direktion und künstl. Leiter DSCHUNGEL WIEN
  • Dr.in Sabine Haag, Generaldirektorin Kunsthistorisches Museum mit MVK und ÖTM
  • Mag.a Barbara Pichler, Leiterin DIAGONALE 
  • DI Paul Gessl, Geschäftsführer NÖ Kulturwirtschaft
  • DI Georg Tappeiner, Österreichisches Ökologieinstitut

Reinhold G. Moritz spielte als Auftakt kurz aus dem Stück „Odysseus am Sand“ (Premiere am 3. Februar im DSCHUNGEL WIEN) an.  Ein Zitat daraus: „Wer will schon freiwillig in den Krieg ziehen? Ich wollte das nicht …; Ich vermisse Penelope, Telemach und meine nachhaltig bestellten Felder!“, das Mag.a Cornelia Dankl als Obfrau des CSR-Circle gleich spontan aufgriff und die passende dazu Frage an die DiskutantInnen stellte: „Wie sieht es nun mit Ihren nachhaltig bestellten Feldern in der Kulturszene aus?“ (BILD 1)

„Nachhaltigkeit: Wo ist bei diesem Thema nun eigentlich die Kultur?
wurde gleich zu Beginn von Georg Tappeiner provoziert, „wo doch in gesellschaftspolitischen Fragen die Kultur sonst so gerne die Vorreiterrolle übernimmt.“

„Alles eine Frage der Prioritäten“,
konterte Diagonale Leiterin Barbara Pichler „denn viele Kulturbetriebe kämpfen täglich ums finanzielle Überleben. Zuerst der kulturelle Auftrag, dann die soziale Verantwortung und „Nachhaltigkeit“ ist schon Luxus. Wobei sie nachdenklich in den Raum stellte, dass so vieles, was man im täglichen privaten Leben bereits verinnerlicht hat, doch auch automatisch in den Arbeitsalltag einfließen könne.

„Mit dem Thema CSR öffnen sich weitere Türen und Korridore
meinte Stephan Rabl (BILD 2), das Thema biete unerschöpfliche Vielfalt. Gerade im Theaterbereich ist es schwierig bis manchmal fast unmöglich, auch höchste soziale Verantwortung zu übernehmen. Im laufenden Betrieb werden KünstlerInnen nach Programm und Kreativität, leider nicht nach Bedürftigkeit engagiert. Womit Paul Gessl sich schließlich sich in seiner vehementen Forderung

„Kultur muss wieder weg von der quantitativen Messbarkeit“
bestätigt sah. „Besucherzahlen, Ticketverkäufe und Shopumsätze sind ein quantitatives Kriterium, kein qualitatives. Kunst muss da prinzipiell darüber stehen, auch voraus sein. Damit Kultur und Nachhaltigkeit zusammengeht, ist (wieder einmal) mutiges Vorausdenken gefragt.“

„Nachhaltigkeit pur“, aber von oben
So definierte Sabine Haag das KHM (BILD 2); Bilder seit Generationen und für noch längere Zeit erhalten und bewahren. „Wir bewegen uns finanziell auf sicherem Terrain und tun das mit nachhaltiger Verantwortung, im Bereich Gebäudetechnik genauso wie auch im sozialen oder kulturellen Bereich. Mit „erfolgreichen“ Ausstellungen finanzieren wir Projekte, die sich wahrscheinlich nicht rechnen werden, aber kulturell wichtig und notwendig sind. Aber Nachhaltigkeit muss in Betrieben vor allem von oben kommen und ins Leitbild der Unternehmen aufgenommen sein.“

„CSR ist eindeutig eine Frage des Engagements und passiert auf vielen Ebenen“,
fasste Michael Roither zusammen. So vielschichtig Kultur ist, so vielschichtig wird darin auch CSR  behandelt. Wichtig ist immer das persönliche Engagement, immer stehen dabei Menschen an erster Stelle!

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Fördernde Mitglieder
Bonus Concisa
Roidinger Majewski
Lebensart
Gruppe Hollenstein
Denkstatt
Labstelle