Review 2014

NACHHALTIGE GESTALTERiNNEN 2014:

NACHHALTIGE GESTALTERiNNEN 2014:

Wie erfolgreich sind ihre Geschäftsmodelle?

Seit 2009 führt das Magazin BUSINESSART die Wahl der Nachhaltigen GestalterInnen Österreichs durch. 50 Expertinnen und Experten nominieren und wählen Unternehmen, die CSR in ihrer Strategie verankert haben und im letzten Jahr einen wesentlichen nachhaltigen Schritt im Kerngeschäft umgesetzt haben. Die Besten werden im Rahmen des CSR-Circle ausgezeichnet und gefeiert.

Wir fragen uns an diesem Abend, was EntscheidungsträgerInnen motiviert, ihr Unternehmen nachhaltig auszurichten. Welche Hürden haben sie bewältigt? Welche Fehler haben sie gemacht und welche Erfolge gefeiert? Wie wird aus nachhaltiger Strategie wirtschaftlicher Erfolg? Wann hätten sie ihre Entscheidung revidiert? Und woher nehmen sie die Energie für diesen Weg?

Traditionsgemäß sammeln wir bei der letzten Veranstaltung vor Weihnachten für eine karitative Einrichtung. ZUKI – Zukunft für Kinder unterstützt 800 bedürftige Kinder in Ostindien und ermöglicht ihnen Schul- und Berufsausbildung sowie medizinische Versorgung. Sie finden am ZUKI Stand viele kleine nette Weihnachtsgeschenke!

Moderation: Claudia Stöckl

Es diskutieren und feiern mit Ihnen:
Mag.a Isabella Hollerer / Nachhaltigkeit bellaflora Gartencenter GmbH
Tobias Judmaier, MSc / Gründer iss mich!
Mag. Franz Studener / Geschäftsführer Erdal GmbH
Roswitha Reisinger, MBA / Herausgeberin BUSINESSART

Smart Cities - Sind sie der Zukunft wirklich gewachsen?

Smart Cities - Sind sie der Zukunft wirklich gewachsen?

Bis 2050 werden rund 70 Prozent der Menschen in Städten leben. Die damit verbundenen Konzepte wie neue Mobilität, nachhaltige Energie, intelligente Stromzähler, freies Internet überall und nachhaltige Partizipation sind in aller Munde. Aber sind diese Städte der Zukunft wirklich gewachsen?

Unter der Moderation von Mag.a Cornelia Dankl, BONUS Vorsorgekasse AG und Mag.a Sandra Majewski, Geschäftsführerin ROIDINGER MAJEWSKI, diskutieren

  • DI Claudia Nutz, MBA, Vorstand Wien 3420 AG
  • Mag. Dominic Weiss, Leitung Smart City Wien Agentur + Public Affairs
  • Dr. Christian Plas, Geschäftsführer denkstatt GmbH
  • Ing. Gerhard Berger, Stadterneuerungsexperte der Stadt Wien

Über 120 TeilnehmerInnen verfolgten die äußerst spannende und lebendige Diskussion. Wien hat mit der gerade entstehende Seestadt Aspern ein lebendiges Beispiel dafür wie „kluge Städte“ ausschauen könnten. Die Diskussion zeigte aber auch sehr deutlich, dass es nicht damit getan ist eine Stadt in die grüne Wiese zu stellen. Für funktionierende und lebendige Smart Cities braucht es Transparenz in der Planung, den Einsatz von neuen Technologien für Verkehr und Energie, Digitalisierung und vor allem die aktive Einbeziehung aller Menschen die dort leben und arbeiten. Die aktive Einbeziehung der Bevölkerung zeigte sich auch an den Debattenbeiträgen, die mehr Plattformen für Meinungsaustausch, Interaktion und Mitarbeit bei der Entwicklung von intelligenten Stadtmodellen wünschten.  Der CSR-Circle hat einen wichtigen Beitrag für diesen Prozess geleistet.
 

CSR-Circle am 10. Juni 2014 - Resilienz - neuer Modetrend oder unerlässliches Überlebenstool?

CSR-Circle am 10. Juni 2014 - Resilienz - neuer Modetrend oder unerlässliches Überlebenstool?

Die Zeitungen schreiben täglich: Wir leben in einer komplexen Welt, die sich permanent wandelt und niemand weiß, wohin sie sich dreht.
Brauchen wir in unserer sog. VUKA-Welt (volatil, unklar, komplex und ambivalent) ein Konzept des persönlichen Umgangs?
Können und sollen die Führungskräfte eine aktive Rolle übernehmen und ihre MitarbeiterInnen unterstützen?

Wieso bringt den einen schon der Verdacht auf ein wenig Zugluft im Büro auf die Palme während seine KollegInnen noch bei den persönlichsten Beschimpfungen durch aufgebrachte KundInnen die Nerven bewahren?

Gemeinsam mit dem HR-Circle blickte der CSR-Circle auf das top aktuelle Thema Resilienz. Die persönliche Resilienz (v.lat. resilire 'zurückspringen', 'abprallen', deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) ist gefordert wie nie zuvor.

Ronny Hollenstein, Geschäftsführer der ic2 concepts & trainings GmbH hat in seinem großartigen Vortrag über den Kreislauf von Gedanken und Emotionen berichtet, die in Stimmungen enden können und unseren 120 Gästen erklärt, wie die persönliche Widerstandskraft gestärkt werden kann. Der Abend klang aus mit entspanntem Networking bei sommerlichen Temperaturen!

Fotos: Martina Draper

Besucher
Ronny Hollenstein

CSR-Circle am 13. März 2014: Stakeholder, Dialog und die Wesentlichkeitsmatrix

CSR-Circle am 13. März 2014: Stakeholder, Dialog und die Wesentlichkeitsmatrix

Witzelte man vor zwei Jahren noch über „Stakeholder ja! Steakholder nein!“ haben sich jetzt der Dialog und -noch sperriger- die Wesentlichkeitsmatrix dazugesellt. Ohne Stakeholderdialog und Wesentlichkeitsmatrix kommt keine moderne Nachhaltigkeitsberichterstattung mehr aus. Was steckt dahinter? Welchen Nutzen haben Unternehmen, aber auch die Stakeholder vom Dialog? Was heißt "wesentlich"? Wie komme ich zum Wesentlichen? Und wo liegen die Stolpersteine?

Darüber diskutierten unter der Moderation von Roswitha M. Reisinger, MBA, Chefredakteurin BUSINESSART und Mag.a Cornelia Dankl, CSR-Verantwortliche BONUS-CONCISA:

  • Leo Hauska, CEO des Beratungsunternehmens Hauska & Partner Group
  • Mag.a Andrea Weber, Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement RZB-Gruppe
  • Dipl.-Ing. Sebastian Spaun, Stv. Geschäftsführer Vereinigung der österreichischen Zementindustrie
  • Mag.a Gabriele Stelzmüller, Nachhaltigkeitsbeauftragte der htl donaustadt

Impact-Management
Weite Teile der Gesellschaft sind überzeugt, dass Organisationen für die Auswirkungen ihrer Tätigkeit verantwortlich sind. Aber wer bestimmt welche Auswirkungen relevant sind und wie weit reicht der Verantwortungsbereich der Organisationen? Die Antwort darauf kann nur im Dialog mit der Gesellschaft, mit jenen Menschen, die mit der Organisation in irgendeiner Weise verbunden sind (Stakeholder) geklärt werden. Darüber sind sich die Podiumsgäste einig.

Konstruktiv kontroversiell
Andrea Weber, Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement RZB-Gruppe, berichtet, dass das Unternehmen seit vier Jahren einen Stakeholder-Council durchführt: Das Top-Management tritt mit etwa 60 ausgewählten internen und externen Teilnehmern, darunter Mitarbeiter, Netzwerkbanken, Kunden, NGOs, Medien oder Vertretern aus Bildung und Forschung in Dialog. Erfolgreich ist das Format, weil es „keine Imageshow ist, sondern wirklich diskutiert wird“ erklärt Weber. „Es unterstützt langfristig unsere Weiterentwicklung, weil Themen reflektiert, Trends erkannt und Risiken abgeschätzt werden.“ Anfänglich gab es Bedenken aus Sicht des Managements. Es hat sich aber gezeigt, dass die Gespräche zwar kontroversiell, aber sehr wertschätzend und respektvoll geführt werden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die eigenen ManagerInnen zuhörend (und nicht verteidigend) auf die Stakeholder zugehen.

Warum stellt sich eine Schule diesem aufwändigen Prozess?
„SchülerInnen sollen lernen, wie es draußen zugeht“ ist Gabriele Stelzmüller, Nachhaltigkeitsbeauftragte der htl donaustadt,  überzeugt. Und da gehe es um CSR, und um Dialog. „Der Stakeholderdialog läuft nicht nur über facebook ab“. Stelzmüller hat bereits 2005 begonnen, Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Schule zu setzen, und mit dem Konzept der ONR (ONR 192500 – ein Zertifizierungssystem) ist es notwendig, mit allen Stakeholdern in Dialog zu treten. Stelzmüller: „Ergebnis sind viele gute Ideen, die einen richtigen Motivationsschub unter SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern gebracht haben.“ Ziel des aktuellen Prozesses ist es, das Schulleitbild und das Nachhaltigkeitsleitbild zusammenzuführen.

Nachhaltigkeitsdialog als Lichtblick
Die Vereinigung der Zementindustrie erstellt bereits seit 2004 einen Nachhaltigkeitsbericht und zählt damit zu den Pionieren in Österreich. „Blut, Schweiß und Tränen haben wir damals vergossen“ meint Sebastian Spaun, stv. Geschäftsführer. „Aber für uns war das Konzept der drei Säulen – Ökologie, Ökonomie und gesellschaftliche Verantwortung – ein Lichtblick. Endlich konnte die Polarisierung – hier die guten Umweltschützer und dort die gewinnorientierte  Industrie – und das aneinander vorbeireden aufgelöst werden.“ Ein großer Meilenstein in der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde 2013 mit der Befragung von 1.500 ExpertInnen und 500 KonsumentInnen  zu zehn Themen gesetzt. Beide Gruppen nannten als prioritäre Themen für die Zementindustrie Klimaschutz, Rohstoffknappheit und Energie. Auf dieser Basis wurden konkrete Ziele und Maßnahmen abgeleitet.

Die richtige Vorgangsweise zum Stakeholderdialog
Wichtig sei es, laut Leo Hauska, sich folgende Fragen zu stellen:
1. Wozu soll der Dialog dienen? Intensiv muss sich das Unternehmen mit der Frage auseinandersetzen, wie offen es kommuniziert.
2. Es macht Sinn, sich einen Berater zu nehmen – eine neutrale Position kann den Prozess besser moderieren.
3. Ein Stakeholderdialog ist keine Meinungsumfrage. Es muss geklärt werden, welche Beziehungen mit wem aufgebaut werden sollen bzw. können. Erst anschließend soll die Methode überlegt und das entsprechende Analysemodell gesucht werden.

Die besten Tipps

  • CSR proaktiv betreiben, nicht reaktiv
  • CSR ist primär für die Steuerung des Unternehmens wichtig, erst in zweiter Linie kommen die Anforderungen der Stakeholder (NGOs, Rating Agentur etc.)
  • CSR ist ein Instrument, die GAPs im Unternehmen zu entdecken und kann entsprechende Prioritäten setzen, ein Nachhaltigkeitsprogramm erstellen und abarbeiten
  • Nicht alle Stakeholder alles fragen
  • Die Wesentlichkeitsmatrix an den eigenen, relevanten Themen orientieren
  • Die gesamte Wertschöpfungskette abbilden
  • Integrierte Berichterstattung wird zunehmen, weil sie von der Finanzwelt getrieben wird: Es wird sichtbar, wie der Unternehmenswert abgesichert ist (von welchen Ressourcen hänge ich ab, welche Werte schaffe ich, welche Werte zerstöre ich, wie berücksichtige ich langfristige Wirkungen). 
  • Trotz aller Komplexität: „Fürchtet Euch nicht" (Sebastian Spaun), "Einfach beginnen – so eröffnen sich neue Möglichkeiten" (Gabriele Stelzmüller) und "Spaß am Dialog haben" (Andrea Weber)

Bild 1: (vlnr)
Sebastian Spaun, Reinhard Herok, Andrea Weber, Leo Hauska, Sandra Majewski;
Cornelia Dankl, Roswitha Reisinger, Gabriele Stelzmüller;

Bild 2:
Sebastian Spaun

Fotos: Martina Draper

Sebastian Spaun, Reinhard Herok, Andrea Weber, Leo Hauska, Sandra Majewski; Cornelia Dankl, Roswitha Reisinger, Gabriele Stelzmüller (vlnr)
Sebastian Spaun

CSR-Circle am 16. Jänner 2014: Wofür leben und arbeiten wir?

CSR-Circle am 16. Jänner 2014: Wofür leben und arbeiten wir?

Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Frage der unternehmerischen Vernunft, und doch können nicht alle relevanten Faktoren rein betriebswirtschaftlich erfasst werden.
Gleichzeitig kann kaum bestritten werden, dass nachhaltige Aktivitäten zu einem verminderten Geschäftsrisiko führen, die Partizipation der MitarbeiterInnen zu selbstverantwortlichem Umgang mit den täglichen Arbeitsabläufen und -prozessen motiviert, sowie das Recruiting von qualifizierten MitarbeiterInnen durch einen hohen CSR-Wert einfacher wird.

Was erwarten CSR-bewusste Unternehmen von künftigen WU-AbsolventInnen? Was unterscheidet nachhaltige Unternehmen aus Sicht der MitarbeiterInnen? Und wie ticken diese Unternehmen?

Unter der Moderation von Dr. Fred Luks, Leiter des WU-Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit, und Ronny Hollenstein, Geschäftsführer von ic2 concepts & trainings, diskutierten mit uns:
 

  • o.Univ.Prof. Dr. Christoph Badelt, Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien
  • Reinhard Herok, Nachhaltigkeitsbeauftragter Kommunikationshaus gugler*
  • Mag.a Sandra Majewski, Geschäftsführerin ROIDINGER MAJEWSKI
  • Stephan Rabl, Direktion, Künstlerische Leitung DSCHUNGEL WIEN
  • Roswitha Reisinger, MBA, Geschäftsführerin Lebensart Verlag

Fotos: Martina Draper

Sandra Majewskiv
Reinhard Herok, Ronny Hollenstein, Stephan Rabl, Fred Luks, Sandra Majewski; Roswitha Reisinger, Cornelia Dankl, Christoph Badelt (vlnr)
Fördernde Mitglieder
Bonus Concisa
GoodforBrands
Lebensart
Gruppe Hollenstein
Denkstatt
Labstelle